Storforsen

Vorgestern gab es zwei wichtige Ereignisse: Wir überquerten den Polarkreis in südlicher Richtung, und nachmittags gab es die ersten Regentropfen seit ziemlich langer Zeit. Die historische Hitzewelle in Nordskandinavien war beendet.

Trotzdem reichte das Wetter noch für einen Grillabend am Lagerfeuer auf einem sehr schön angelegten Stellplatz in der Gemeinde Lauker in der Nähe von Arvidsjaur.

Getrübt wurde der Aufenthalt auf diesem Stellplatz jedoch durch die Anwesenheit unendlich vieler Bremsen und, wie wir beim Zubettgehen feststellten, unendlich vieler Mücken im Wohnmobil. Die Mücken bescherten uns eine äußerst unruhige Nacht, und am frühen Morgen verließen wir diesen Stellplatz fluchtartig.

Unsere letzte Mitternachtssonne erlebten wir in der Nähe von Jokkmokk.

Den Polarkreis passierten wir diesmal auf der E45, dem sogenannten „Inlandsvägen“, einer Straße, die weitestgehend parallel zur „Inlandsbanan“ verläuft. Um Skandinaviens größte Stromschnellen zu sehen, verließen wir die E45. Der Umweg hatte sich gelohnt, denn das Schauspiel, das „Storforsen“ bietet, ist umwerfend. Bei Wikipedia kann man lesen, dass bis zu 850 m³ Wasser pro Sekunde diese Stromschnellen passieren. Der Höhenunterschied beträgt ca. 80 Meter

Auch Arvidsjaur besitzt eine „Kirkstad“, sie heißt hier „Lappstaden“, und die Unterkünfte sehen völlig anders aus als in Luleå.

Bemerkenswert am ca. 5000 Einwohner zählenden Arvidsjaur wäre noch, dass es im Winter von mehreren deutschen Flughäfen angeflogen wird. Viele Auto- und Autozubehörmarken haben in der Nähe ihre Testgelände für Wintertests.

Der E45 folgend, fahren wir jetzt wieder in den Süden.

Print Friendly, PDF & Email

1 comment on Storforsen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.