Mit Las Palmas auf Gran Canaria ließen wir die mit über 380.000 Einwohnern größte Stadt der Kanaren und zugleich die neuntgrößte Stadt Spaniens hinter uns und erreichten Morro Jable auf Fuerteventura mit knapp 8.000 Einwohnern. Puerto Morro Jable bildet ein abgeschlossenes, kleines Örtchen und wirkt recht ansprechend. Den Rest des Ortes findet man einige Kilometer weiter den riesigen Sandstrand entlang in Form von Hotel- und Apartementburgen in unterschiedlicher Größe. Hier wohnen nur Touristen, Einheimische sieht man nicht.
Südlich des Hafens führt eine unbefestigte, teilweise recht wellige Straße zum Leuchtturm der Halbinsel Jandia. Wir fuhren diese zwanzig Kilometer durch eine eindrucksvolle, karge Landschaft, die über weite Strecken völlig unbesiedelt ist. Lediglich vor dem Leuchtturm trifft man auf einige Häuser.

Nördlich von Morro Jable verbrachten wir eine Nacht auf den Klippen mit Blick auf einen der wunderschönen Strände.

Die Strände auf Fuerteventura sind wirklich sehr schön, und Vergleiche mit der Karibik scheinen bezüglich des strahlend weißen Sandes und des blauen Meeres durchaus angebracht. Während in der Karibik die üppige Vegetation fasziniert, ist hier drumherum jedoch extreme Kargheit. Dies ändert sich auch weiter im Norden nicht.

Touristisch dominieren hier zunehmend die Surfer, jede Art der Surfer scheint ihre präferierten Strände anzufahren. Im Moment ist wohl Foilsurfing der große Trend.
Für uns sind die Möglichkeiten des Freistehens auf Fuerteventura ein besonderes Highlight, man kann sich fast an jedem Strand völlig unbehelligt einen wunderschönen Platz suchen.



Insgesamt gesehen sind wir jedoch nicht wirkliche Inselfans geworden. Einige Städtchen im Inselinneren wie Lajares und La Oliva sind zwar ganz nett, insgesamt wirkten viele Orte jedoch etwas vernachlässigt und wenig gepflegt. Auch so bekannte Orte wie El Cotillo und Corralejo machten hier keine Ausnahme.


Der berühmte Parque Natural de Corralejo, der eine riesige Dünenlandschaft ist, war teilweise nett anzuschauen, ist jedoch zum Teil bebaut und völlig flach, er erinnert eher an eine kleine Sandwüste.



Wirklich erschreckt hat uns das Müllproblem Fuerteventuras. Die hier wie überall in Spanien vorhandenen Müllcontainer werden wohl nur unregelmäßig geleert, sie haben sich teilweise zu kleinen Müllhalden entwickelt. Auch in der Landschaft findet man häufig wilden Müll, so etwas haben wir noch auf keiner der Inseln gesehen.

So richtig traurig waren wir also nicht, als wir von Corralejo nach Playa Blanca auf Lanzarote übersetzten.

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