Lanzarote

Wir erreichten Playa Blanca auf Lanzarote nach einer ca 30 Minuten ruhigen Fährfahrt. Wir kamen also im Süden der Insel an, der sich hier jedoch so ganz anders präsentiert als auf Teneriffa oder Gran Canaria. Mit Playa Blanca und Puerto del Carmen liegen auch hier die größten Ferienurbanisationen der Insel, alle Bauwerke verfügen jedoch maximal über zwei Etagen. Lediglich ein Hotel am Hafen der Hauptstadt Arrecife und der Tower des Flughafens sind höher. Zu verdanken ist dies dem auf der Insel geborenen Maler, Bildhauer und Umweltschützer César Manrique, dem sehr am Herzen lag, seine Heimatinsel vor dem auf den anderen Inseln praktizierten Bauwahn zu bewahren. Statt in die Höhe hat man hier mehr in die Fläche gebaut, was nicht ganz so abstoßend wirkt. Außerdem sind auf Lanzarote alle Häuser weiß, zu den schwarzen Lavafeldern und den roten Vulkanen bildet dies einen sehr reizvollen Kontrast.

Die ganze Insel ist von Parkanlagen, Bauwerken, Aussichtspunkten und Skulpturen Manriques überzogen, die den Besucher immer wieder in Staunen versetzten. Wir haben davon schon viele in einem früheren Urlaub auf Lanzarote besucht.

Auch ein Werk von Manrique bei der Saline Janubio
Saline Janubio

So genossen wir die Insel abseits der üblichen Touristenrouten, besuchten idyllische Städtchen wie Haría, entdeckten wunderschöne Stellplätze und erfreuten uns an den unbändigen Riesenwellen des Atlantiks.

Fußgängerzone in Haria

Die Landschaft ist hier zum Teil wirklich surreal, besonders im Abend- oder Morgenlicht wirken die   aneinander gereihten Vulkane wie aus einer anderen Welt.

Felsformationen im ehemaligen Steinbruch Antigua Rofera

Auch der Weinbau ist auf der Insel sehr besonders. Das bekannteste Weingebiet La Geria umfasst 5 Hektar und liegt etwa in der Inselmitte, doch auch an anderen Orten findet man immer wieder Weinfelder. Wegen der Trockenheit werden die Weinreben sehr tief in der Lavaasche, die zusätzlich die Wärme speichert, versenkt und können so Feuchtigkeit aus tiefen Bodenschichten ziehen. Da hier auf der Insel meist ein mehr oder weniger starker Wind weht, werden zum Schutz zusätzlich kleine Steinmauern aus Lava um jede Rebe errichtet.

Neben der ohnehin geringen Menge an Rebflächen ist auch der Ertrag sehr gering, was den hiesigen Wein zu dem teuersten Wein der Kanaren macht. Internationale Bekanntheit erlangte der Wein von Lanzarote ebenfalls durch César Manrique, der im New Yorker Museum of Modern Art eine imposante Fotoausstellung über den Weinbau in seiner Heimat zeigte. Die Geschichte der Weinfelder in der Lava wurde dadurch weltbekannt.

Tobende Brandung
Grüne Lagune bei El Golfo

Es gibt also viel zu sehen auf Lanzarote, trotzdem werden wir am Samstag, den 31.1. in Arrecife die Fähre nach Cadiz besteigen und somit die Kanaren verlassen.

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