Am Douro

Hier am Douro gibt es viele große Portwein-Erzeuger, deren Namen weltbekannt sind. Wir besuchten zwei kleine Weingüter mit 12 bzw. 15 Hektar, die unterschiedlicher nicht sein können. Zuerst waren wir bei der Quinta da Padrela, die wir schon vor 1,5 Jahren als Ziel hatten, was dann leider nicht geklappt hat.

Nach einem sehr freundlichen Empfang wurden wir zu einer Weinprobe eingeladen, und wir verabredeten uns für den nächsten Nachmittag. José, einer der drei jungen Besitzer erzählte uns von der noch kurzen Geschichte des Weingutes, das er und seine Schwester von den Eltern übernommen hatten, die früher ihren Wein nur an die großen Abfüller verkauft hatten. Die Rebstöcke im älteren Weinberg sind ca. 70 Jahre alt, dort gibt es 17 verschiedene rote und sechs verschiedene weiße Rebsorten, so wie es früher hier überall üblich war. Ein neuer Weinberg wurde von den Eltern 1985 angelegt, dort gibt es nur noch vier rote und eine weiße Rebsorte. Der Keller, eine klimatisierte Halle, ist mit modernster Technik ausgestattet, und es wird nichts dem Zufall überlassen. Bei unserer Probe gab es neben den vier verschiedenen Weinen auch das Olivenöl der Quinta zu probieren.

Die Bäume stehen neben zahlreichen Obst- und Nussbäumen auf dem Gelände der Quinta verteilt. Alles schmeckte uns sehr gut! Auch der noch vom Vater vor über 30 Jahren hergestellte Portwein, der jedoch nicht verkäuflich ist. Nach zwei Tagen fuhren wir weiter zur Quinta do Monte Travesso.

Hier war fast alles anders: ein uraltes Gebäude, das für sich schon als Museum anzusehen ist, die Nebengebäude sind eng und verwinkelt, überall historische Werkzeuge und Geräte zur Weinherstellung, und selbst der Wein wird noch in der alt hergebrachten Technik mit den Füßen gepresst. Wir kauften auch hier ein paar Flaschen und machten unsere eigene Weinprobe vor unserem Auto. Auf uns wirkten diese Weine etwas barock.

Heute geht es weiter Richtung Norden.

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