Im Hunter Valley

Im Hunter Valley
Cessnock, Australia
Cessnock, Australia In strömenden Regen verließen wir Hawks Nest mit dem Ziel Hunter Valley, dem ersten bedeutenden Weinbaugebiet Australiens. Wir waren sehr gespannt, denn nun erreichten wir die erste über Australien hinaus bekannte Weinregion des Landes. Der Regen hatte mittlerweile aufgehört und wir suchten uns zunächst einen Campingplatz. Bei der Anmeldung wurde uns freudig mitgeteilt, dass es am Abend eine lockere Runde aller Campingplatzbewohner gäbe und dazu kostenlose Würstchen vom Grill, Getränke und Stühle müssten selbst mit gebracht werden. Wir sagten gerne zu.
Nach Einrichten unseres Stellplatzes machten wir uns daran, alle verfügbaren Informationen zu den besten Weingütern der Region zu verdichten und auf der Karte des Hunter Valley sinnvolle Besichtigungsrouten fest zu legen. Unsere erste Fahrt führte uns am Nachmittag zu fünf Weingütern, die alle im einschlägigen Halliday Wine Companion mit fünf Sternen bewertet wurden. Dabei erlebten wir einen Querschnitt der Weingüter in dieser Region. Von einer Art Genossenschaft mit einem sehr netten Tasting über bombastische Anwesen mit langen Auffahrten oder mit einer Art Vergnügungszentrum bis hin zu einem Familienbetrieb inmitten seiner Weinberge, wo es uns am besten gefallen hat. Wir kauften auch die eine oder andere Flasche der hier hauptsächlich angebauten Rebsorten Semillon und Shiraz. Nebenbei besuchten wir eine Käserei mit vielen leckeren Sachen, die aber preislich die sowieso schon hohen Käsepreise in Australien noch weit überboten. So kostete ein Stück Briekäse von ca. 250gr doch tatsächlich 23 $, etwa 16€.
Wieder am Campingplatz, oder besser Caravanpark, angekommen, mussten wir auch bald zum gemeinsamen Würstchenessen. Die Teilnehmer setzten sich aus Rentnern, die das ganze Jahr mit ihrem Wohnwagen unterwegs sind, Arbeitern, die hier zur Zeit einen Job haben und in ihrem Wohnwagen wohnen, einem jungen schweizer Pärchen, den Platzverwaltern und uns zusammen. Wir erfuhren eine Menge über das Leben in diesen Caravanparks und andere Details aus dem Leben der „grey nomads“, wie die umherfahrenden Rentner hier genannt werden. Eine der älteren Damen holte zum Abschluss und Nachtisch eine große Schüssel mit selbst gemachtem „Trifle“, einer englische Nachspeise. Spätenstens da beschlossen wir, dass wir unsere Steaks heute im Kühlschrank lassen würden.

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